Ich war mal so frei, die Mail von Jens hierher zu kopieren. (Tilmann, 08.01.2003)
Das Münzsystem Larhgos teilt den Thaler in Halbe, Viertel und Achtel. Den Achtel zu zwei Kupferlingen. Von Gewicht kommt es ungefähr hin, daß die Münzen einander auswiegen z.B. 8 Achtel = 1 Thaler. Es gab Vielfache zu 2 und 5 Thalern. Die sind aber durch ein Münzgesetz eben dieses König Boltar abgeschafft. Gleichzeitig wurde den Grafen Münzrecht für Kleingeld zugestanden. Wir hatten, wie viele Gruppen das Problem, daß zu wenig Wechselgeld vorhanden war. (Inflation dadurch, daß es leichter und schöner ist, eine große Münze herzustellen als viele kleine.)
Larhgo-Münzen wurden schon immer gegossen! Zunächst verwendeten wir sehr billiges Zink. (Dachrinnenreste) Der Schmelzpunkt liegt mit 450 Grad ziemlich hoch. Zinkdämpfe sind giftig. Seit uns dies klar ist, verwenden wir Zinn. Dies kann auf Flohmärkten in Form von Tellern etc. weit unter Metallpreis bekommen werden. Bitte darauf achten, Reinzinn mit mind. 90% Sn zu kaufen. Das steht auf Tellern etc. drauf, damit sie speisegeeignet sind. Zierzinn und Lötzinn sind nicht geeignet. Auf der Herdplatte läßt sich das Metall leicht schmelzen. Gußformen haben wir zuerst aus Gips, sehr bald aber aus Speckstein hergestellt. Durch diese Technik können wir Münzen quasi zum Metallwert herstellen. (1 kg Zinn ca. 10 Euro?) 1 Thaler ca. 10 Cent. Die Münzen werden niemals gegen Echtgeld ausgegeben, sondern der Prägeherr König/Grafen gibt sie als Lohn für Rollenspielleistungen etc. aus. Die Technik ergibt sehr schöne Münzen, die mittelalterlichen Vorbildern näher kommen als teure maschinengeprägte Münzen, wie sie in den Mittellanden häufig sind.
Larhgo-Münzen sind an Schriftzug und Wappen Krone über Sonne erkennbar.
ACHTUNG: Münzen einzelner Grafschaften können Blei enthalten! Das ist kein Grund zur Panik. Nicht in Speisen und Tränke tun oder lutschen. Und Hände vor dem Essen waschen.
Damit der König ebenfalls Geld zum Ausgeben hat, wurde der Münzzehnt bestimmt (das ist ein Gesetz Boltars). Das bedeutet, dass die Prägenden (gewöhnlich die Grafschaften) jede zehnte Münze an den König geben. Damit soll gewährleistet sein, dass der Reichtum des Königs zu dem seiner Untertanen in einem gewissen Verhältniss steht und dass auch er in kleiner Münze zahlen kann. Was der König sonst noch an Steuern erhebt, muß von ihm selbst verkündet werden. (Moha 08.03.2007)
Es wurden 12 Zinkthaler hergestellt. Nicht im Umlauf Zwei mit einem Hochwaldener Münzschatz im Wald vergraben und nicht wiedergefunden.
Es wurden 10 verschiedene 1 und 2 Thaler hergestellt. Dazu die begehrteste Larhgo-Münze das “surfing Galdor” Falschgeld. Auflage ca.100 Stück. Kleingeld waren damals noch diverse ausländische(moderne) Münzen. Der Thaler zu 5 Kronen zu jeweils 5 Kupferlingen.
Sehr häufige Münzserie von 5 Thaler bis 1 Achtel. Diverse Kupferlinge. Auflage mind.1700 Stück
100 Boltarmedaillen und viele Achtel bis Halbthaler der Grafen.
Serie 1 Thaler bis Achtelthaler. Auflage 500 Stück. Viele Achtel bis Halbthaler der Grafen. Beim Yorkfeuer 2002 wurde der Reichsschatz gestohlen. Deshalb wurde Notgeld mit Loch gegossen Wert: 7/8 Thaler. Auflage 100 Stück. Zur Finanzierung des großen Feldzugs wurden 2004 große 4 Thaler Münzen gegossen. Umschrift: RECONQVISTA GERLANDIAE. Auflage 26 Stück.
Anläßlich seiner Krönung wurde Miraiis Gußform umgearbeitet. Die Vierer-Krönungsthaler zeigen nun den König mit dem Mondschwert am Yorkfeuer. Eine Besonderheit im larghotischen Münzwesen stellen neue Einer, die sog. Regenbogenthaler dar. Durch ein geheimes Verfahren schillern die Silberlinge in allen Farben. Verschiedene Achtel bis Halbthaler der Grafen.
Der Koenig liess eigene Thaler praegen mit dem alten Wahlspruch aus der Buergerkriegszeit: “Einig fuer Larhgo”. Der Verwalter des Grafen von Ludwigstein praegte 1000 kleine Silbermuenzen. Durch die neu eingerichtete Quintanerbank sind erstmalig papierene Wechsel im Umlauf. Der Koenig liess zu Ehren der Flotte Vierer-Thaler Muenzen zum Yorkfeuer 2010 giessen. Im Hammerburg wurden mindestens 750 Thaler gegossen. Aufschrift: Hornwall Schwert Larhgos.
Eine Besonderheit Larhgos ist es, dass man sich viele Gedanken um Geldkreisläufe und Münzen macht. Das hängt damit zusammen, dass schon so lange gespielt wird und dass ein reicher Charakter tatsächlich viele Münzen haben muß. Die Münzen können aber nicht mal eben im Baumarkt oder im Laden gekauft werden. Darüberhinaus wird mit Münzen Politik gemacht.
Das Yorkfeuer 2004 und die damit verbundenen Steuereinnahmen haben wieder gezeigt, daß zu wenig Geld vor allem Kleingeld in Umlauf ist. Das liegt daran, daß viele Münzen auf andere Spiele abfliessen, nicht zuletzt ein gewisser Reichsschatz, und daran, daß viele Spieler, egal als welcher Charakter, einen Beutel mit Münzen oder gar eine Münzsammlung zu Hause haben und dort lassen. Gegen den Abfluß ist nichts zu machen. Damit kann man leben, denn es kommen ja auch fremde Münzen zu uns. Außerdem machen unsere Münzen Larhgo im Ausland bekannt. Die gehorteten Münzen aber müssen zurückfließen, denn zum Spielen sind sie da. Das Problem damit ist, daß sie ordentlich erspielt wurden und nach meiner Meinung damit ganz demjenigen gehören, der sie hat. Deswegen rate ich dazu, große und schöne Medaillen mit hohem Wert herzustellen, um den Leuten ihr Vermögen einzutauschen. Unabhängig davon gebe ich zu bedenken, daß jeder Charakter im normalen Leben, zwischen den zufällig gespielten Tagen sein Geld für Essen und sonstige Dinge ausgeben würde, was im Spiel nicht geschieht. Vor allem verkaufende Charaktere müßten ihre Waren und Rohmaterialien ja auch eigentlich erst mit Spielgeld kaufen. Deswegen sollte jeder ruhig und ohne zu murren mal so 80% seines Vermögens beim Eincheck in die Spielkasse werfen. Dafür gewinnt er durchaus Ehre, weil er im Sinne des Spieles mitdenkt. Auf der anderen Seite gibt es auf den Spielen zu wenig Dinge, die man mit Geld kaufen kann bzw. muß. Deswegen sei jeder aufgefordert Rollenspielwaren und -dienstleistungen gegen Spielgeld anzubieten. Ein Rücklauf des Geldes geschieht über Steuern und Tavernenkasse. Ich bitte darum, beides reichlich aufzufüllen. (Jens Nieling 25. 12. 2005)
1. Groessere Muenzen muessen anteilig produziert werden, sodass auf einen halben Thaler zwei Viertel und vier Achtel kommen. Thaler sind nicht nur aus Prestigegruenden dem Koenig vorbehalten, sondern auch um mit wenig Wechselgeld beim Spiel auszukommen. Selbst wenn es politisch durchsetzbar waere, darf man dem Koenig also nicht das Recht abschwatzen ganze Thaler praegen zu duerfen.
2. Die Kleinheit larhgotischer Muenzen erfordert viel Geschick, um schoene Stuecke herzustellen. Deswegen duerfen neue Muenzen ruhig groesser und duenner sein als bisher. Tilmann und Birthe haben das mit Erfolg ausprobiert. Gerade das Kleingeld sollte huebsch sein, da es haeufig gebraucht wird. Lasst euch von erfahrenen Muenzmeistern beraten und helfen.
3. Es ist nicht anzuraten, das Muenzmetall mit Blei zu strecken. Im ersten Moment sehen diese Stuecke zwar auch blank aus aber sie werden schnell dunkel. Dies ist zudem leicht vermeidbares Gift fuer Benutzer und Praegende.
4. Gebt die von Euch verdienten Muenzen so schnell wie moeglich in den Umlauf zurueck. Wer Reichtum horten will, soll dies in grossen Stuecken oder bei der Bank tun.
5. Zahlt moeglichst passend.
Goldene Escudos!
Eine schoene historische Analogie zum larhgotischen Waehrungssystem ist dasjenige Spaniens vom 16. bis 19. Jahrhundert. Es wurde auch in den amerikanischen Kolonien verwendet und damit zum Vorbild etlicher Piratengeschichten. Die Grundlage ist der Real, eine kleine Silbermuenze. Acht Reales (larhgotische Achtel) machen sinnvollerweise ein “Piece of eight”, einen Spanischen Dollar (1Taler). SDas zweifache ist ein Escudo (2Thaler), eigentlich bereits eine kleine Goldmuenze. 4 Taler ergeben eine Dublone (doppelter Escudo), eine groessere Goldmuenze. Wer also im Ausland in “Piratengeld” umwechseln will hat hier eine Anleitung.
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